Das Leben auf dem Land hat einen anderen Rhythmus als in der Stadt. Es bietet, wonach sich viele Menschen sehnen: Geborgenheit, Verlässlichkeit, Nähe zur Natur. Und so gibt es trotz des Zuzugs in die Städte eine neue Lust auf Land. Dort ist man dem Leben irgendwie näher. Unter den Deutschen wächst die Sehnsucht nach einem Leben mit der Natur. Erstaunlicherweise sind es neben jungen Eltern vor allem Menschen zwischen 50 und 65 Jahren, die es aus der Stadt aufs Land zieht, um sich ihren Traum vom entschleunigten Leben zu erfüllen.
Natürlich gibt es auch einen Gegentrend: Nach Studien des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung strömen umgekehrt junge Landbewohner und Alleinerziehende in die Städte - wegen des besseren Job-Angebots, besserer sozialer Netzwerke und abwechslungsreicherer Kultur. Doch was macht das Landleben zu attraktiv, dieser Frage wollen wir im Everswinkel Erzählsalon nachspüren.
Fünf mal zehn Minuten persönliche, ganz unterschiedliche Geschichten, die aber unter einem Thema stehen: „Lust auf Land“. So einfach ist das Konzept des Katholischen Bildungswerkes. Zu erzählen gab und gibt es immer etwas, meinen die Veranstalter. Fünf Personen berichten, wie sie das Leben auf dem Land erfahren. Persönlich erlebte Geschichte steht bei dieser Veranstaltungsform im Vordergrund. Durch das Erzählen von Lebensgeschichten erhält dies eine neue Tradition. Der Erzählsalon wird zu einer Insel der Begegnungen, zum Ort des lebendigen Austausches mit einem breiten Spektrum von Erfahrungen und Erkenntnissen. Der moderierte Erzählsalon bietet Raum für persönliche Erinnerungen zwischen den unterschiedlichsten Menschen. Er trägt dazu bei, Wissen und Erkenntnisse zu vermitteln und Geschichte wach zu halten. Und immer regt das Thema zum Nachdenken an über das eigene Leben. Ausklang bei einem Imbiss.
