Frank Ottofrickenstein, Seelsorger im Justizvollzug, berichtet an diesem Gesprächsabend über seine Erfahrungen und Erlebnisse aus dem Alltag eines Gefängnisseelsorgers. Die neue Justizvollzugsanstalt Münster, die an der Grenze zwischen Münster, Alverskirchen und Everswinkel entsteht, wird bald bezugsfertig und offiziell eingeweiht. Viele Bürgerinnen und Bürger der umliegenden Gemeinden beschäftigen sich in diesem Zusammenhang mit der Frage, wie das Leben hinter Gefängnismauern aussieht.
Gefängnisseelsorgerinnen und -seelsorger begleiten Inhaftierte während ihrer Haftzeit und helfen ihnen, diese Zeit nicht als verloren zu betrachten. Sie unterstützen die Gefangenen dabei, ihr bisheriges Leben zu reflektieren und Perspektiven für die Zeit nach der Haft zu entwickeln. Wenn es zu Konflikten mit Angehörigen oder dem Personal kommt, suchen Seelsorger gemeinsam mit den Beteiligten nach Lösungen. Dabei steht für sie nicht die Straftat im Vordergrund, sondern der Mensch – ein von Gott geliebter Mensch mit Stärken und Schwächen, mit Gaben, Möglichkeiten und Fehlern.
